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Glenfarclas 40 yo, OB

06 Sep

Also, der erste Eindruck in der Nase ist natürlich sehr komplex. Wer den 25 yo kennt, der soll nöch mal die gleiche Menge an Komplexität dazu rechnen und kommt dann auf das Niveau des 40 yo.

Nun etwas genauer. Der Grundcharakter eines Glenfarclas ist sofort zu erkennen. Interessant, wie sich das durch sämtliche Altersstufen zieht. Deutlicher, aber nicht zu gewichtiger Sherryeinsatz, sehr elegant und duftig.
Etwas prickelnd zu Beginn, fast ein wenig sprtzig, zitrusartig mit etwas Grapefruit, Himbeermarmelade und danach erfrischende Minzigkeit, welche mir das Wasser im Mund zusammen laufen läßt.
Leicht nussig, etwas, aber nur etwas Bitterschoki und Kaffee, locker und leicht wirkt er auf mich, kein Sherrymonster, eher ein Sherryritter in strahlender Rüstung, der das Monster zur Strecke bringt (sorry für diesen Quatsch).
Ich glaube sogar ein kleines Bißchen Rauch entdecken zu können, aber nicht wirklich viel. Da ich mich nun wirklich nicht mehr beherrschen kann, folgt der erste Schluck, ich bin ein bißchen aufgeregt…

Etwas bitter, leicht salzig, enorm voluminös, würzig mit deutlichem Holz, rollt sich wie eine eine mächtige glühende Walze durch meinen Mund, steckt alles in Brand und streut die Aromen bis ganz tief in meinen Schlund. Selten hab ich das so „ausbreitend“ wie einen Flächenbrand empfunden. Dabei ist der Malt eher trocken und herb, ihm fehlt die Süße, wie sie es zum Beispiel der 1980-er Christmasmalt hat.
Er ist edel, alt, erinnert mich etwas an den 1957-er Strathisla, da ich aber noch nicht so viele so alte Malts probiert habe, weiß ich nicht, ob diesen ein gewisser Stil zu eigen ist.

Der Abgang, hatte ich es schon erwähnt?, ist sehr, sehr lang, schön wärmend, meine Mundhöhle glüht immer noch, ich spüle sie mal mit Wasser aus……is nischt, schmeckt immer noch nach!

Tja, was soll ich sagen…..ein großartiger Malt, m.E. das Geld wert und eher was für den Herbst oder den Weihnachtsabend, sicher gut nach reichhaltigem Essen, aber auch für sich alleine.

Rating: ✰✰✰✰✰

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2 Kommentare

Verfasst von - September 6, 2011 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

2 Antworten zu “Glenfarclas 40 yo, OB

  1. Stefan

    Juli 1, 2012 at 11:41

    Gibt es eigentlich auch Abfüllungen von Glenfarclas, die nicht gut sind?!?

     
    • whiskycuse

      Juli 2, 2012 at 11:41

      Mit Sicherheit. Bei denen, die ich probiert habe war aber noch keine dabei. Grundsätzlich würde ich sagen, daß die Malts von Glenfarclas eine hohe Qualität haben, wie man es recht kontinuierlich in den Abfüllungen beobachten kann.

       

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