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Cragganmore Dist. Ed. 1984

28 Dez

Heute probiere ich zum erstenmal den Malt, den ich mir selbst zu Weihnachten geschenkt habe (wenns sonst schon keiner tut). Es handelt sich hierbei um die erste Dist. Ed. (von 1984) die es von Cragganmore gab, und da ich ja bekennender Fan dieser Distillerie bin darf diese Erfahrung nicht fehlen.

Ob diese erste Abfüllung gefärbt ist weiß ich nicht, die folgenden sind es zumindest, also vorsichtshalber kein Kommentar zur Farbe.

Als ich nun die Nase ins Glas hänge bin ich etwas irritiert, denn ich habe den Eindruck den 12 yo im Glas zu haben, so deutlich ist der Brennereicharakter zu erkennen. Also zum Vergleich mal die OB 12 yo von ca. Ende der 1990-er ins Glas.

Zumindest ein farblicher Unterschied ist zu sehen. Dann im direkten Vergleich wird die Endreifung deutlich. Trotzdem finde ich die süßlichen Noten aus dem Portfass mehr als zurückhaltend. Anfangs drängen sich mir eher säuerliche Aromen und Zigarre auf. Eher trocken, für den Anfang, trockener als der 12 yo (!), was schon was heißen will, wenn man bedenkt, daß es sich bei Cragganmore generell um einen bisweilen staubtrockenen Malt handelt.

Mit der Zeit wird er etwas süßer, angebranntes Karamell, Leder, recht würzig, aber auch etwas geschmolzener Gummi im Hintergrund, leichte Rauchigkeit ist zu erkennen.
Weiß noch nicht, ob er mir gefällt oder nicht. Mal sehen, wie der erste Schluck mundet…

Nun ja, er ist sehr weich, nicht so herb wie der 12 yo, aber wirklich süß ist er auch nicht. Schön wärmend und fast soft vom Mundgefühl her. Interessant ist, daß er im Mund recht schnell geschmacklich verschwindet, zum Abgang aber wieder auftaucht und dann sehr lange verweilt, mit gezuckertem, etwas zu dünnem Milchkaffee und Sahnedrops.

Tja, wie finde ich ihn nun? Weiß ich noch nicht so genau. Ich habe bei Whiskies die viele Jahre in der Flasche verbracht haben (und hier sind es ja mittlerweile auch schon ca 16 Jahre!) oft den Effekt beobachtet, daß sie sich nach einiger Zeit in der geöffneten Flasche entfalten und öffnen, sodaß der erste Eindruck trüben kann.

Ich werde daher ein abschließendes Urteil erst fällen, wenn ich ihn noch mal gekostet habe, nachdem einige Zeit vergangen ist.

Nachdem ich diese Zeilen geschrieben habe schenke ich mir nun noch einen Schluck ein. Und schon jetzt ist etwas mehr von der beschriebenen weinigen Süße zu erkennen (besonders im Geschmack), ich könnte mir also vorstellen, daß ich in ein paar Monaten einen ganz anders anmutenden Malt im Glas haben werde….

Rating: ✰✰✰

 

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