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Springbank 10 yo, Rundlets & Kilderkins

18 Apr

Ob man nun das Flaschendesingn dieser neuen Abfüllung mag oder nicht, darüber kann man sich sicherlich streiten. Zumindest fällt die Flasche ins Auge und hebt sich deutlich von anderen ab.

Aber der Inhalt ist ganz vorzüglich, soviel kann ich vorweg schon mal sagen.

Nase: Die kleinen Fässer, in denen dieser Whisky reifte (sie fassten nur 68 Liter) haben ganze Arbeit geleistet. Denn in der Tat weist er Aromen und eine Komplexität auf, die man sonst nur von deutlich älteren Malts erwarten würde. Rauchschwaden, die an indische Gewürze erinnern wabern aus meinem Glas. Darunten dann intensiv Tabak, Holz, Vanille, süße Schokolade, glühend und Wärme verheißend glimmt dieser Malt vor sich hin. Der Alkohol von 49,4%vol ist spürbar, sodaß vorsichtiges Inhalieren angesagt ist, um sich nicht die Nasenhaare anzusenken. Bei genauerem Hinriechen ist auch eine fruchtige Komponente zu erkennen, mir fällt es jedoch etwas schwer diese genauer zu beschreiben, da die anderen Aromen schon sehr dominant sind. Es sind aber eher helle Früchte und eine gewisse Spritzigkeit kann ich nicht verleugnen. Er ist schon sehr saftig und appetitanregend, und ich freue mich auf den ersten Schluck.

Mund (pur): Süß, würzig, Holz, Nüsse und wieder Schokolade, mit einem Alkohol, der trotz seiner Stärke nicht brennt, sondern sehr gut eingebunden ist. Wärmend ist er und sehr intensiv, fast schon explosiv breitet er sich in alle Mundwinkel aus. Dort verweilt er sehr lange und ich bin so zufrieden, daß ich ihn gar nicht verdünnen mag. Doch für diesen Bericht werde ich wohl nicht drum herum kommen.

Verdünnt mit einem Schluck Wasser wird die Frucht nun etwas deutlicher, Orangen, Kandierter Apfel vielleicht, immer noch würzig und im Gesamten etwas „heller und freundlicher“ wirkend. Nicht daß er vorher „dunkel und unfreundlich“ war, nur hatte er unverdünnt den Charakter eines Vulkans oder eines blitzreichen Gewitters, was sich nun etwas lichtet, wie der Sonnendurchbruch nach einem Unwetter. Das ganze macht nun aber auch einen etwas fragileren Eindruck, und mir wird schnell klar, daß mir die unverdünnte und kompaktere Version besser gefallen hat.

Im Mund wird er noch süßer, aber komischerweise auch etwas im Hals brennend und weniger imponierend.

Abgang: Ziemlich lang und süß und endet mit dem Eindruck von kalter Asche.

Fazit: Ein großartiger Malt, den man gut unverdünnt genießen kann, bzw. sollte. Für mich ein Highlight in der letzten Zeit.

Rating: ✰✰✰✰✰✰✰✰✰

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