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Bruichladdich Peat

06 Jun

Nachdem ich die ersten beiden aus dem Trio (Waves und Rocks) nicht so überzeugend fand, bin ich nun gespannt, ob der dritte im Bunde ein beeindruckenderes Bild abgeben wird.

Nase: Trotz der 35 ppm springt mich das Raucharoma nicht an. Stattdessen verströmt der Malt einen recht fruchtigen Duft, der eindeutig in Richting Ananas, Maracuja, Apfelsine und Cassis tendiert. Der Rauch bindet sich mit der Zeit harmonisch ein, und auch dieser Laddie ist wieder sehr frisch und auch deutlich mineralisch. Eine leichte Würzigkeit von frischer Petersilie, schwarzem Peffer und Vanille machen das Geruchsbild dann endgültig zu einer deutlich komplexen Erscheinung. Nach den Enttäuschungen der ersten beiden, bin ich bei diesem hier mehr als positiv überrascht.

Mund: Der Torfrauch ist nun deutlicher zu spüren. Der Malt ist mittelsüß, schlank und drahtig, mit Karamell, Zuckerwatte, und die Frucht ist nun kaum mehr zu vernehmen. Er ist recht intensiv und breitet sich weit im Mund aus, ist dabei frisch, aber auch wärmend und elegant.

Abgang: Lang mit einer gewissen Mineralität, Torf und leichten Tanninen.

Fazit: Meines Erachtens ist dies mit Abstand der Beste aus dem Trio. Er überzeugt mich mit erstaunlich viel Komplexität und Harmonie im Duft und einer schönen Eleganz im Mund.

Rating: ✰✰✰✰

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2 Kommentare

Verfasst von - Juni 6, 2012 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

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2 Antworten zu “Bruichladdich Peat

  1. Belgarath

    November 16, 2012 at 11:41

    Den „Laddi Peat“ konnte ich anlässlich eines Aufenthalts in Oberbayern in einem Pub kosten – ein wirklich guter Whisky, der sich sowohl bewusst (also mit voller Konzentration auf den Malt) geniessen lässt, als auch gesprächsbegleitend eine sehr gute Figur macht. Leider gibt’s den nicht mehr, vielleicht weil Bruichladdich fast alles, was in Richtung Torf geht, in die Marke Port Charlotte steckt (abgesehen vom Octomore, warum auch immer).

    Das mag marketingtechnisch durchaus sinnvoll sein, führt aber dazu, dass es keine echte Entsprechung mehr zu diesem Single Malt gibt 😦

    Frage: wird’s eine Octomore Verkostung geben? Ich hab‘ den 4er mal gekostet und der hat mir ausnehmend gut gefallen – er wirkt v.a. unverdünnt gar nicht wie ein echtes, wildes Peat Monster …

     
    • whiskycuse

      November 16, 2012 at 11:41

      Ich hab auch schon gehört, daß die Octomores gut sein sollen, und der intensive Austausch mit dem Faß die enorme Rauchigkeit dämpft. Auch sollen sie älter wirken, als sie sind. Was mich angeht, so wird es nur eine Verkostung geben, sofern mich irgendwann mal ein Sample erreicht. Das Geld für eine ganze Flasche, würde ich momentan eher für andere Malts ausgeben.

       

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