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Lagavulin 16 yo, OB ca. 2011

02 Jul

Diesen Klassiker hatte ich schon des öfteren im Glas, und darunter waren auch die überragenden „White Horse“-Abfüllungen aus den frühen 1990-er Jahren, die geprägt waren von Fruchtigkeit, Süße, Torf und einer traumhaften Harmonie, zu denen ich aber leider keine Notizen gemacht habe. Aber auch die neueren Versionen sind von großer Qualität, und hier nun die Verkostung einer aktuellen:

Nase: Deutlicher Sherry (ja, noch vor dem Rauch), Jod, Seetang und Salzigkeit, nicht zu süß, schön ausgewogen und ruhig verweilt er im Glas. Der Rauch drängt sich nicht in den Vordergrund, er verbindet sich eher mit Aromen von Lakritze, Kräuterbonbons und Holzkohle, etwas angebranntes Karamell und Asche kommen zum Schluß.

Mund: Salzig und mittelsüß, mit guter Geschmacksfülle und breiter Ausdehnung im Mund. Recht intensiv, aber auf seine Art wärmend und sanft. Die Beschreibung von Michael Jackson (er schrieb über diesen Malt: „Umarmung eines Bären“)  trifft es perfekt. Mit der Zeit wird er drahtig, trocknet aus, verliert seine Süße und bietet dem Rauch mehr Raum. Diesen nutzt er und entzündet ein wärmendes Lagerfeuer auf meiner Zunge.

Abgang: Lang, trocken, holzkohleartig, mit lang anhaltender süß/salzigkeit in den Backen.

Fazit: Wie schon gesagt, das ist ein hochqualitativer Islay-Malt und Klassiker. Das gewisse Etwas fehlt mir hier aber. Mehr Sherry und Alkohol fehlen mir zur Perfektion.

Rating: ✰✰✰✰

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