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Ardbeg Uigeadail, OB 2005 (L5 300)

04 Sep

Nase: Im Vergleich zu den beiden zur Zeit offiziell erhältlichen Abfüllungen (L11 und L12), ist hier der Sherry zwar vorhanden, aber um ein Vielfaches dezenter in seiner Ausprägung. Hier zeigt sich zuerst eine malzige Nase, die von einer schönen (aber auch dezenten) Fruchtigkeit eingekreist wird, und so zeigen sich Düfte von Äpfeln, Grapefruit und Limetten ergänzt von etwas Vanille. Auf der würzigen Seite gibt es Eukalyptus, Tannennadeln und Menthol, und erst dann zeigen sich Lagerfeuerrauch und Jod gefolgt vom Aroma von vergorener Milch. Die Komplexität scheint im Vergleich zu den aktuellen Versionen gesteigert, im Vergleich zur Abfüllung L4 jedoch deutlich reduziert.

Mund: Intensiv und süß, mit deutlichem Rauch und wieder nur dezentem Sherry. Das Mundgefühl ist weich, leicht zitrusartig und malzig, und mit der Zeit wird der Malt würziger und kräutriger, schmeckt nach Karamell und entwickelt eine leichte Bitterkeit. Dann wird er trockener, holziger und scheint in seiner Gesamtdarstellung etwas „grün“.

Abgang: Lang mit trockenem Sherry und Rauch. Etwas fade.

Fazit: Dies ist ein Ardbeg, der vom Faß nicht zurecht gebogen wurde, sondern ursprünglicher und unverfälschter erscheint. Er ist der Abfüllung von 2004 nicht unähnlich, und doch fehlt es ihm an Komplexität und Raffinesse, durch die sich der L4 so sehr auszeichnet. Eine interessante Erfahrung, eine weitere Flasche werde ich mir vermutlich jedoch, auch angesichts steigender Preise, nicht zulegen.

Rating: ✰✰✰✰

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