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Ardbeg 1974/1996, G&M, Spirit of Scotland

07 Sep

Nase: Auch hier fällt mir als erstes auf, daß die Torfrauchigkeit nicht vordergründig dominant erscheint. Wie ich es auch schon beim 1975-er Signatory Ardbeg beobachtete, existiert eine Art von Torffundament, welches ganz ruhig auf dem Boden des Malts liegt und den anderen Aromen gestattet, in meine Nase aufzusteigen. Ich kann Düfte von Sherry, Kümmel, Karamellsahnebonbons, Zigarren, Schnupftabak und Herbstlaub vernehmen. Der Malt erscheint trotz seines Alters recht frisch, und ein deutlicher Jodton verleiht dem ganzen einen leicht medizinischen Charakter.

Mund: Trotz der nur 40%vol, ist der Antritt enorm intensiv, mit deutlichem Sherry, Kräuterbonbons und Minze. Der Alkohol spielt hier eine absolut untergeordnete Rolle, die Geschmacksfülle ist einfach nur perfekt, und das Mundgefühl ist gleichzeitig süß, salzig, jodig und kräuterartig.

Abgang: Süß und kaum endend, mit Kräutern, Torf, Erde und Jod.

Fazit: Dieser Ardbeg aus der alten Zeit zeigt wieder einmal, wieviel Geschmack und Volumen in einem Malt mit geringer Alkoholstärke stecken kann. Er ist in seiner Intensität nicht zu vergleichen mit einem Uigeadail, beeindruckt aber mit seiner perfekten Aromenstruktur und Harmonie mindestens genau so sehr. Besonders schön ist, daß der Faßeinfluß deutlich spürbar ist, der Brennereicharakter aber nicht überlagert wird. So ergibt sich daraus eine perfekt gereifte Einheit.

Rating: ✰✰✰✰✰

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