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Ardbeg Uigeadail, OB 2003 (L3 282)

21 Dez

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Nase: Klar, er ist auf anhieb rauchig, aber wie auch beim 2004-er Uigeadail, sind die untergemischten alten Fässer sofort zu erahnen. Nachdem ich mich durch eine intensive Schicht aus Torfrauch, Seetang und Sherry gerochen habe, so öffnet sich eine Tür, die mich zu einer Wendeltreppe hinab in die Tiefen dieses Malts führt. Dort finde ich eine enorme Vielfalt an Aromen, die mich an Karamell, dunkle Trüffelschokolade, Zigarrentabak, Schwarztee, aromatischen Tannennadelrauch (kennt jemand den Duft eines verbrannten Weihnachtsbaumes?), Marzipan, süßes Erdbeerkompott und Nougat erinnern. Mit der Zeit kommt eine schöne Minralität hinzu, und je mehr Zeit ich dem Malt widme, umso lauter und deutlicher redet er zu mir. Was für eine schöne Komplexität.

Ardbeg Uigeadail L3 (800x600)

Mund: Umfassend, einnehmend, wärmend, süß und elegant, mit weiter Mundausdehnung. Im meinem Mund schwappt eine Mischung auch Torfschlamm, Tabak, Leder, Marzipan, Kräutersirup, Salz und Seetang hin und her, bewegt sich immer weiter auf meinen Schlund zu und fließt deultich mineralisch, mit großer Geschmacksfülle und leicht adstringierend hinab. Er wird immer drahtiger, bleibt aber trotzdem voluminös und mächtig.

Abgang: Sehr lang, mit süßem Kräuterlikör, Rauch und Mineralität.

Fazit:  Neben all seiner Intensität, besitzt dieser Malt immer noch eine große Komplexität und Vielschichtigkeit. Der Faßeinfluß scheint mir etwas dominanter, als bei der 2004-er Version, sodaß es etwas länger dauert, bis man seine großartigen Details erkennt. Er ist aber in jedem Fall ein Erlebnis, er ist mächtig, dunkel, süß, einfach eine Naturgewalt! Der 2004-er ist allerdings noch etwas feiner.

Rating: ✰✰✰✰✰

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2 Kommentare

Verfasst von - Dezember 21, 2012 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

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2 Antworten zu “Ardbeg Uigeadail, OB 2003 (L3 282)

  1. Jan van den Ende

    Dezember 21, 2012 at 11:41

    What a nice whisky! I will give the Uigeadahl a try in 2013 as well. In the meantime Merry Christmas Marcus, for you and the family. Cheers, Jan

     
    • whiskycuse

      Dezember 21, 2012 at 11:41

      The same to you, my Malt-Mate 🙂 !
      The actual L 12 is a very good Version of the Uigeadail in my Opinion, and the L3 -Prices in auctions are increasing each year, unforunately. The L12-Version is rather similar to the L3, but without this great complexity. But the characters of the two malts are comparable indeed.

       

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