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Octomore Comus 04.2, OB

30 Dez

Vielen Dank an Klaus vorab für das Sample.

Nase (pur): Der Torfrauch ist natürlich präsent, wenn auch bei weitem nicht so dominant, wie erwartet. Vieleicht vergleichbar mit einem jungen Laphroaig aus der unchillfiltered collection von Signatory…wie auch immer, er scheint mir, trotz des hohen Alkohols von 61%vol, gut verriechbar zu sein. Er wirkt sehr frisch und recht süß, mit Minze, hellen Früchten, süßer Vanillecreme und einer gewissen Zitrusartigkeit.

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Nase (mit etwas Wasser): Der Malt gibt nun etwas mehr Rauch ab, und auch die Fruchtigkeit tritt in den Vordergrund, und so zeigen sich Aromen von süßen Orangen, Äpfeln und Zitronen, ergänzt von einer beachtlichen Ladung Vanille. Er wird nun auch maritimer, salziger und aschiger, bleibt aber sauber, und die Aromen sind auffallend gut miteinander verbunden.

Mund (pur): Es dominiert der Alkohol, und der Schluck im Mund darf nicht zu groß sein, da es ansosten doch schon ziemlich brennt. Ist die anfängliche Schärfe aber abgeklungen, so bleibt der Geschmack von süßer Vanille, Salz, Seetang und erstaunlicherweise nur etwas Rauch zurück. Dieser kommt auch erst zum Schluß so richtig zum Vorschein, und im Gesamten ist dieser Malt recht süß und süffig.

Octomore comus 04.2 (800x600)

Mund (mit etwas Wasser): Recht süß, ölig und enorm intensiv fließ er in meinen Mund, ist sehr frisch und hinterläßt nun auch mehr den süßweinartigen Charakter. Er schmeckt nach Vanille, Orangenschalen, Minze und Rauch, und verbreitet dabei trotzdem ein schlankes und elegantes Mundgefühl.

Abgang: Lang, vanillig, süßweinartig und aschig.

Fazit: Dieser Malt steckt ja mit seinen 5 Jahren Alter noch deutlich in den Kinderschuhen, so mag man zumindest vermuten. Und doch scheint er, angesichts der verhältnismäßig hohen Komplexität, intensivst mit den Fässern interagiert zu haben. Die Aromenvielfalt ist für dieses Alter schon bemerkenswert. Man kann ihn zwar pur trinken, mir persönlich hat er aber mit etwas Wasser (verdünnt auf ca. 55%vol) besser gefallen.

Rating: ✰✰✰✰

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2 Kommentare

Verfasst von - Dezember 30, 2012 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

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2 Antworten zu “Octomore Comus 04.2, OB

  1. Belgarath

    Dezember 31, 2012 at 11:41

    Freut mich, dass er Dir auch geschmeckt hat – ich finde den als Abwechslung zu deutlich älteren Malts einfach genial, weil er im Antritt ganz eindeutig ein „junger Wilder“ ist, aber dennoch genug Inhalt hat, um nicht einfach nur mit 2, 3 Hauptaromen im Mund um sich zu schlagen und ansonsten nichts herzugeben.

    Ich frage mich nur, ob Bruichladdich auch plant, einen wirklich gereiften (z.B. 10 Jahre) Whisky in dieser hochtorfigen Klasse aufzulegen – interessieren würde es mich schon, was sich da mit zunehmender Reifungsdauer noch tut. Ob’s schmecken würde, ist dann wieder eine ganz andere Baustelle … 😉

     
    • whiskycuse

      Dezember 31, 2012 at 11:41

      Den Octomore 10 Jahre gibts ja jetzt mit 80,5 ppm. Der liegt aber im Preis schon über 200€, und ist auf (ich glaube 6000) Flaschen limitiert.

       

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