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Classic of Islay, Abf. 2013, Cask 1214

15 Mrz

Nase (pur): Er zeigt auf Anhieb sehr viel Sherry und sehr viel süße Früchte, wie Kirschen, Mandarinen, Pfirsiche und Pflaumen, ergänzt von viel süßen Kräutern, Honig, Vanille und Karamell. Und erst weit dahinter zeigt sich der äußerst aromatische und gut eingebundene Rauch. Angesichts der enormen Aromendichte ist der Alkohol kaum wahrzunehmen (!), und das Ganze wabert süß und dickflüssig in meinem Glas hin und her. Mit der Zeit kommen nun auch herbere Aromen, wie Lakritze und Tabak ans Tageslicht und verleihen dem Malt den passenden Gegenpart zu der enormen Süße. Die maritimen Eindrücke sind zwar ebenfalls da, halten sich aber deutlich im Hintergrund und können sich kaum gegen die Übermacht an intensiven Düften durchsetzen.

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Nase (mit etwas Wasser): Nun, das Wasser braucht er wirklich nicht, und so wird er zwar noch etwas fruchtiger mit weniger Rauchausprägung, zeigt aber auch mehr Mineralität und wirkt deultich dünner und verwässert.

Mund (pur): Enorm süß, um nicht zu sagen: der süßeste Classic of Islay, den ich bisher im Glas hatte. Wie auch schon in der Nase, so zeigt sich auch hier viel Sherry und süße Frucht, aber nun auch mehr Jod und Salzigkeit und eine Würzigkeit, die mich an Sojasoße erinnert. Es zeigen sich viel Kräuter und das Mundgefühl erinnert an einen süßen, dickflüssigen Kräuterhonig. Der Alkohol ist genau passend, und so verschwende ich vorerst nicht einen Gedanken daran, Wasser ins Glas zu tun und dieses Konzentrat zu verdünnen. Mit der Zeit verblasst die Süße immer mehr und hinterläßt einen rauchigen, schlanken, eleganten und mineralischen Eindruck.

Classic of Islay, Abf. 2013, Cask 1214 (800x600)

Mund (mit etwas Wasser):  Nein, das tut nicht wirklich gut, denn er wird dünner, die Mineralität ist viel stärker ausgeprägt, und er verliert an Volumen und Intensität.

Abgang: Lang, kräuterartig und kaltrauchig.

Fazit: Was für ein tolles Konzentrat, das meines Erachtens keinen Tropfen Wasser benötigt, bzw. darauf schnell mit einem verwässerten Eindruck reagiert. Die Süße ist schon extrem ausgeprägt, und so läßt er sich gefährlich leicht wegsüffeln. Da sich der Rauch eher „dezent“ zurückhält, könnte er auch für Islay-unerfahrene Genießer einen guten Einstieg darstellen.

Rating: ✰✰✰✰ ✰✰✰✰✰

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Ein Kommentar

Verfasst von - März 15, 2013 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

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Eine Antwort zu “Classic of Islay, Abf. 2013, Cask 1214

  1. Jan van den Ende

    März 17, 2013 at 11:41

    This is the type of whisky I like! Nice Review Marcus. Difficult to get this stuff to Brazil unfortunately!

     

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