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Glenfarclas 105, OB 2012

19 Mrz

Nase (pur): Aromatisch, mit deutlich süßer Apfel- und Birnenfrucht, ergänzt von ein paar floralen Noten, und der Sherry ist zwar vorhanden, zeigt sich aber nur zögerlich und eher im Hintergrund. Ganz vorne ist eine umfassende Fruchtigkeit, die weiterhin an Orangen, gezuckerte Grapefruit und Pfirsiche erinnert. Später kommt noch eine ordentliche Portion Vanille, karamellisierter Speck und Barbecuesauce hinzu, und auch ein leichtes Raucharoma zeigt sich, welches aber eher Ähnlichkeit mit verkohltem Holz hat.

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Nase (mit etwas Wasser): Er öffnet sich etwas, bleibt fruchtig-süß, mit Honig, Vanille und Karamell, und macht im Gesamten einen sehr vollen und süffigen Eindruck.

Mund (pur): Puh, viel Alkohol! Er ist zwar gerade noch trinkbar, aber doch recht scharf. Trotzdem tritt auch hier mit der Zeit eine deutliche Süße und Fruchtigkeit zutage, und nachdem die Alkoholbetäubung meiner Geschmacksknospen etwas nachgelassen hat, bleibt der Eindruck von Sherry, Kaffee, Toffee, Vanillecreme und auch einer leichten orangigen Zitrusartigkeit auf meiner Zunge zurück.

Glenfarclas 105 2012 (800x600)

Mund (mit etwas Wasser): Nun wird er weicher, malziger und etwas weniger fruchtig, dafür mit Kaffee und auch mehr Eichenwürze. Und doch kommt nach einer Weile wieder diese köstliche süße Fruchtigkeit von hinten hoch… . Im Gesamten ist der Malt nun deutlich schlanker, hat aber von seiner enormen Intensität kaum etwas eingebüßt.

Abgang: Sehr lang, wärmend, vanillig und fruchtig.

Fazit: Diese aktuelle Version ist meines Erachtens sehr gut gelungen, besser auch als die von 2008. Sie hält sich auf einem Niveau mit der von 1997, zeigt aber eine andere, fruchtigere Aromenausprägung auf. Es ist ein etwas ungewöhlicher Glenfarclas, da er kaum offensichtlichen Sherry oder marzipanige, nussige Aromen aufweist. Er wirkt auf mich jünger und heller, als die Version von 1997, scheint aber doch recht viel  Einfluß vom Faß zu haben (ohne dabei holzig zu sein), da die Aromendichte vorbildlich ist. Das Preis/Leistungverhältnis ist hier sehr gut.

Rating: ✰✰✰✰

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6 Kommentare

Verfasst von - März 19, 2013 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

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6 Antworten zu “Glenfarclas 105, OB 2012

  1. Jan van den Ende

    März 19, 2013 at 11:41

    This is certainly an interesting dram to taste and it’s not THAT expensive. But I can’t see this type of whisky as my to go to dram. Did you get any vegetabes on the Nose by the way. I thought it to be Cabbage or Carrot. Could be Sulfur as well. Didn’t like that a lot. Cheers!, Jan

     
    • whiskycuse

      März 20, 2013 at 11:41

      No vegetables that I remember. But I will pay attention to that point, when I have it im my glas again.

       
  2. duesseltaler

    März 21, 2013 at 11:41

    Ist ja interssant. Habe den Glenfarclas 105 neulich auch verkostet und war gar nicht so angetan.
    Ich fand die Nase und den Geschmack bei weitem nicht so fruchtig. Nun weiss ich leider nicht, welche Version meine Probe war, aber anscheinend scheint es da unterschiede zu geben.
    Und ansonsten isset wie immer Geschmackssache.

     
    • whiskycuse

      März 21, 2013 at 11:41

      Ja, die Unterschiede in der Wahrnehmung sind mir bei Deinem Post auch schon aufgefallen. Wenn man bedenkt, daß so eine Flaschengestaltung mit dem Label und so, vielleicht über 3-4 Jahre gleich bleibt, dann kann es ja durchaus sein, daß wir zwar die gleichen Flaschen, aber verschiedene Inhalte hatten. Beim Springbank 15 yo z.B.ist es mir besonders aufgefallen, daß die Inhalte innerhalb von 3 Jahren enorm unterschiedlich waren.

       
      • duesseltaler

        März 21, 2013 at 11:41

        Ich sollte mir öfter mal die Mühe machen Batches zu vergleichen. Mein Problem ist halt: Ich teste, wenn ich die Wahl habe diese, die ich noch nicht kenne (und davon gibt´s ja so vieeeele). Daher habe ich selten Wiederholungen im Glas.

         
      • whiskycuse

        März 21, 2013 at 11:41

        Geht mir natürlich ähnlich. Deshalb nehme ich immer die Minis, sofern verfügbar. Die kann man sich dann mal eben so zusätzlich holen, und trotzdem die neuen Sachen probieren.

         

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