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Glengoyne 17 yo, OB 2012

14 Apr

Glengoyne 17 yo (2) (800x600)

Nase: Er zeigt auf Anhieb viel Ähnlichkeit zum 10 yo und beginnt ebenso mit deutlichem Malz und etwas Sherry. Dann aber zeigt er sich doch komplexer und mit mehr Fokus auf Fruchtigkeit, mit Orangen, Äpfeln und mit der Zeit auch mit mehr Trockenfrucht (Aprikosen), und er wirkt recht süß, was sich durch Aromen von Karamell und Creme Brulee manifestiert. Später kommen noch Kokos, Mandelcreme und Tabak mit hinzu, und der Malt wird dunkler, zeigt aber nicht sehr viel Holz oder Würzigkeit.

Glengoyne 17yo (3) (800x600)

Mund: Sehr weich, ölig und cremig fließt er in meinen Mund. Er schmeckt mittelsüß, nach Malz, Karamell, Sherry, etwas Lakritz und Orangen, Äpfeln und etwas Zitrus. Auch hier ist so gut wie keine Bitterkeit, nur etwas Eichenholz zu spüren, alles bleibt weich, rund und unkompliziert. Etwas mehr Komplexität hätte ich mir hier allerdings gewünscht.

Abgang: Recht lang, mit etwas trockenem Sherry, Malz und ein wenig Holzigkeit.

Fazit: Wie auch schon der 10 yo, ist dies ein leckerer Malt. Der Qualitätssprung ist deutlich spürbar, was aber erst im direkten Vergleich so richtig auffällt. Für sich allein betrachtet zeichnet sich der 17 yo durch eine gute Qualität aus, läßt aber (vielleicht auch durch sein weiches, unkompliziertes Mundgefühl verursacht) etwas an Charakter und Individualität missen. Soll heißen, daß man mit ihm wohl keine Überraschungen im Glas erlebt, was manch einen beruhigen, den anderen aber vielleicht auch mit dem Gefühl von langer Weile konfrontieren mag. Wer seinen Malt mit Ecken und Kanten liebt, der wird hier einiges vermissen.

Rating: ✰✰✰✰✰✰✰

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2 Kommentare

Verfasst von - April 14, 2013 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

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2 Antworten zu “Glengoyne 17 yo, OB 2012

  1. Jan van den Ende

    April 14, 2013 at 11:41

    Nice Review Marcus. There is a growing tendency for whiskies that please the mainstream consumers.I’m afraid it will be more difficult (and expensive) to find character and personality. Cheers, Jan

     
    • whiskycuse

      April 14, 2013 at 11:41

      I agree with that opinion, Jan. There are so many high quality-malts on the market, but character is hardly to find.
      I think the single casks of the independent bottlers (signatory for example) are a good alternative.
      Cheers

       

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