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Bunnahabhain 1960/1999, Douglas Laing-OMC, Sherry Cask, 208 bottles

23 Mai

kjjn (600x800)

Nase: Was für ein Duft! Er erinnert mich auf Anhieb an die Aromen, die ich vor einiger Zeit bei einem neunzig Jahre alten Moscatel im Glas empfunden habe. Er ist klassisch, alt, unglaublich komplex und vor Schönheit die Tränen in die Augen treibend! Die Aromen sind so eng miteinander verbunden, daß das Auseinandernehmen schwer fällt. Wenn ich es dann doch versuche, dann kommen mir Assoziationen mit Honig, Ahornsirup, aromatisiertem Pfeiffentabak, Marzipan, Zimt und etwas Flieder in den Sinn. Doch das war es noch lange nicht. Es geht weiter mit Düften von Eukalyptus, Trockenfrüchten, reifen Bananen, überreifen Äpfeln, Waldbeerdrops, Vanille, Kokos und natürlich auch für sich wahrgenommener, feiner Sherry. Die Nase ist so wandelbar, daß sich die Eindrücke immer wieder verändern, beziehungsweise weiterentwickeln, sodaß die Beschreibung meiner Empfindungen kaum ein Ende fände, wenn ich mich nicht etwas selbst kontrollieren würde…Entschuldigung, es geht schon wieder los: Nun duftet er nach Kaffee, Tabak, frischem Leder (neu gekauftes Portemonnaie), Walnüssen, und es scheint so, als könne man in diesem Malt alles finden…

Bunna 60-99 von Bert (800x600)

Mund: Er fließt trocken, elegant, weich, deutlich herb und mit viel Faßeinfluß in meinen Mund. Er ist zwar nicht allzu intensiv im Antritt, breitet sich aber kontinuierlich aus und hält dieses Intensitätsniveau dann eine ganze Zeit lang. Ich denke an Sherry, Kaffee, recht viel Bitterschokolade, wieder diesen alten Moscatel, Kräutertee und etwas Minze, und die herbe Aromatik steht schon deutlich im Vordergrund, obwohl ich Bitterkeit vergeblich suche. Unterschwellig zeigen sich mit der Zeit Geschmäcker von Trockenfrüchten, Rosinen, Zimt, Vanille, Zigarre und etwas Lakritz.

Abgang: Mittellang, recht herb, mit etwas Jod, Holz und Sojasoße.

Fazit: Dieser Malt hat einen der großartigsten, komplexesten und faszinierensten Düfte, die ich bisher in meinem Leben vernehmen durfte. Die Qualität im Mund ist schon großartig und fazinierenderweise, nach so langer Reifezeit, auch fast ohne Bitterkeit. Nichts aber geht über diesen traumhaften Duft…Vielen Dank an Bert dafür!

Rating: ✰✰✰✰✰

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7 Kommentare

Verfasst von - Mai 23, 2013 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

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7 Antworten zu “Bunnahabhain 1960/1999, Douglas Laing-OMC, Sherry Cask, 208 bottles

  1. Jan van den Ende

    Mai 24, 2013 at 11:41

    Marcus, this is a great review of a great whisky! Whisky life would be much easier if we were neighbours! Difficult for me to find these precious drops. Still, I won’t stop hunting! Cheers and thanks for reviewing!

     
    • whiskycuse

      Mai 24, 2013 at 11:41

      Hey Jan, I will contact you via email soon. Maybe I can send you a few samples.

      Cheers

       
      • Jan van den Ende

        Mai 25, 2013 at 11:41

        That would be great. If you send it via track & trace it will surely arrive here. I can pay you the postage. Do you have a Pay Pal account?

         
    • whiskycuse

      Mai 24, 2013 at 11:41

      Ähm, where can I find your email adress? Maybe you can send a mail to whiskycuse…

       
  2. Jan van den Ende

    Mai 25, 2013 at 11:41

    Will do!

     
  3. macwhisky

    Mai 28, 2013 at 11:41

    Man Marcus, danke für die Lorbeeren an diesen tollen Tropfen. Da bekommt man Lust die nächste Flasche zu öffnen! Warte mal die anderen Drams ab!

     

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