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Bruichladdich, The Laddie Sixteen, OB 2012

26 Mai

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Nase: Frisch und maritim duftet er, dann folgt knusprige Malzigkeit, Vanille, Karamell, leichte Zitrusnoten, Buttrig- und Cremigkeit. Der Malt macht von Anfang an einen sehr ausgewogenen Eindruck, nichts sticht so wirklich hervor, und so braucht es einige Zeit, bis mir differenziert Aromen von Minze, Eukalyptus, Zitronen, Grapefruit, Honigmelone und Stachelbeere in den Sinn kommen. Die Maritimität ist nicht so stark ausgeprägt, wie es beim Laddie Ten der Fall ist, und sechs Jahre mehr Reifezeit haben auch mehr Fass in den Malt gebracht. Mit der Zeit wird er mineralischer und prägt diese Eigenschaft immer weiter aus.

Laddie 16 (800x600)

Mund: Ölig, cremig, leicht salzig, nicht ganz so überwältigend wie der Laddie Ten, und doch mit sehr guter Geschmacksfülle rollt sich der Malt durch meinen Mund. Er salbt förmlich meinen Gaumen, ist auch hier recht maritim und mit ähnlicher Fruchtigkeit, wie es in der Nase der Fall war, ergänzt von Vanille, Karamell und leichter Nussigkeit. Etwas ruhiger und gesetzter wirkt er, doch ein wenig mehr Komplexität hätte ich mir gewünscht.

Abgang: Lang, wärmend, maritim, cremig und elegant.

Fazit: Ein schönes Alter für den Laddie ist dies. Er ist etwas gefälliger und weniger explosiv als der Ten, dafür ein klein wenig komplexer (was aber noch etwas mehr hätte sein können) und mit einem umwerfend cremigen Mundgefühl. Und doch würde ich zum Ten greifen, wenn ich mir einen aussuchen müßte, da der fast doppelte Preis für den Sixteen meines Erachtens zu hoch gegriffen ist.

Rating: ✰✰✰✰

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9 Kommentare

Verfasst von - Mai 26, 2013 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

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9 Antworten zu “Bruichladdich, The Laddie Sixteen, OB 2012

  1. Jan van den Ende

    Mai 26, 2013 at 11:41

    I have to get more aquainted with this distillery. I only had the 10 so far and I couldn’t quite understand what the fuss was all about. Cheers!

     
    • whiskycuse

      Mai 27, 2013 at 11:41

      The 22 yo Laddie scored quite high at whiskyfun. Maybe something nice to taste…

       
  2. duesseltaler

    Mai 27, 2013 at 11:41

    Gut zu wissen. Um ehrlich zu sein, geht´s mir wie Jan. Ausser dem Laddie Ten und dem Rocks, hatte ich noch keinen Bruichladdich im Glas. Wollte mir immer mal einen neuen zulegen.
    Bei einer Preisspanne bis 170,- € welchen würdest Du empfehlen ?

    Gruß
    Et Düsseltaler

     
    • whiskycuse

      Mai 27, 2013 at 11:41

      Von den Laddies ausgehend, dich ich bisher probiert habe: Eindeutig den 10 yo „Sherry Casks“ für Frankreich. Auf Auktionen ist der immer wieder mal für um die 150 € zu bekommen. Ein herrlicher Tropfen. Wenn Ihr wollt, kann ich Euch mal ein Sample schicken…

       
      • Anonymous

        Mai 27, 2013 at 11:41

        Na aber immer gerne doch 🙂

         
      • whiskycuse

        Mai 27, 2013 at 11:41

        Dann schickt mir mal Adresse per Mail, und ich werde in den nächsten Zwei Wochen was verschicken (je nach dem, wie es meine Zeit zuläßt,. viel arbeit zur Zeit)

         
  3. B.H.

    Mai 27, 2013 at 11:41

    Interessante Notizen. Wie gesagt, habe ich die Vorgängerversion “Bruichladdich 16 Bourbon Cask Aged” (also bevor die Core Range “The Laddie xy” getauft wurde) und mag den sehr. In Sachen Frucht kommt mir da immer so ne herliche Ananas entgegen…Der war damals aber auch ein wenig billiger (ca. 10 EUR). Der Vergleich mit dem Laddie Ten ist natürlich so ne Sache, dort ist doch auch ein gewisser Ex-Sherry-Fass-Anteil drin, oder? Beim 16er ist es doch eine reine Ex-Bourbon-Fass-Reifung oder hat sich das mit der Umbenennung nun auch geändert? Von daher ist das mit der „Komplexität“ im direkten Vergleich natürlich so ne Sache. Ingesamt finde ich den 16er aber ein sehr gelungenes Beispiel für eine Ex-Bourbon-Fass-Lagerung, wenn man das z.B. mit dem Glenlivet Nadurra vergleicht (wobei letzterer natürlich ne Fasstärke ist). Schließlich muss ich Dir aber Recht geben: Der Laddie Ten ist schon sehr beeindruckend und hat ein verdammt gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Gruß B.H.

     
    • whiskycuse

      Mai 27, 2013 at 11:41

      Das mit der Komplexität war jetzt direkt auf das Alter und unabhängig von der Fasswahl bezogen. (der Sixteen reifte nur in amerikan Oak). Unabhängig von der Art der Fässer, finde ich den Malt ein wenig zu wenig (;-)) komplex, selbst für einen 16 yo, der nur in einer Fassart gereift ist. Kann natürlich sein, daß der Ten ohne die Sherrycasks auch viel an Komplexität verloren hätte…Aber die sind ja nun mal drin, und wie Du schon sagst: Für diesen Preis muß man nach so viel Abwechslung sonst lange suchen. Vielleicht gibts ja mal einen Sixteen mit Sherryanteil, dann relativiert sich die Sache vielleicht wieder.

      Gruß Marcus

       
      • B.H.

        Mai 27, 2013 at 11:41

        Gut, dann kann ich den von Dir benannten Mangel an Komplexität schon eher nachvollziehen. Ich als Ex-Sherry-Liebhaber muss sagen, zumindest ein gewisser Anteil daran ist mir immer recht. Und was den Preis anbelangt so bewegt sich der neue Laddie Sixteen ja ungefähr auf Augenhöhe mit dem Glenlivet Nadurra (wobei der halt ne Fassstärke ist) und dem Balvenie 15 Single Barrel (hier aber sogar ein Einzelfass). Dieser Vergleich wäre vielleicht interessant – so in der ähnlichen Altersklasse, reine Ex-Bourbon-Reifung. Der Laddie ist natürlich aber ein anderer Stil als die beiden Speysider. Bei der Einführung des alten Bruichladdich 16 hatte Jim McEwan auch ein echt witziges Video gemacht, bei der er ordentlich auf den Putz haut und dann am Ende beim coolen Abgang doch über sich selbst schmunzeln muss. Ich sag nur „And now, forgett about some of this Spayside stuff – come here and try this“ (http://www.youtube.com/watch?v=ovOFa-5S3q8). Ob er diesem Anspruch gerecht wird?
        Vielleicht ist der Laddie Ten halt einfach nur ein toller Preishammer so als Einstiegsding…sollten wir nicht zu oft sagen, sonst heben die noch die Preise an 😉 Denn, der Laddie Ten ist schon großartig (und eben für sich nicht mit der üblichen Einschränkung „für einen 10-jährigen“).
        Cheers B.H.

         

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