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Glen Grant 21 yo Directors Reserve, OB 1980-er

07 Okt

Ein Foto habe ich von der Flasche leider nicht, aber hier findet man eine entsprechende Abbildung.

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Nase: Aromatischer, alter und feiner Sherry zeigt sich zuerst, kombiniert mit Vanille, Marzipan, Puderzucker und Honig, und eine Fruchtigkeit, die an Orangen, Limetten und Feigen erinnert, gesellt sich dazu. Deutlich floral erscheint er mir darunter, aber auch ebenso herb und würzig, mit Leder und altem Schrank, und deutliche Mineralität durchzieht den Malt. Wie erwartet haben sich die Aromen traumhaft miteinander verbunden, und so habe ich einen wunderbar harmonischen nasalen Eindruck erhalten.

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Mund: Ebenso fein, elegant aber auch erstaunlich kräftig tritt er an, zeigt Sherry, Karamell, Lakritz, erscheint recht trocken mit deutlicher Eichentönigkeit. Er ist nicht so komplex, wie es im Duft angedeutet war, und die Fruchtnoten kommen nun kaum mehr zum Tragen. Stattdessen ist er ziemlich herb, kräuter- und pflanzenartig. Der Alkohol ist zwar schmeckbar, aber nicht überpräsent, was zu einem recht milden und weichen Mundgefühl führt.

Abgang: Mittellang, mit Kräutern, Eiche und leichter Bitterkeit.

Fazit: Wie so oft bei diesen alten Abfüllungen, hat mich auch in diesem Fall der Duft durch seine traumhaft komplexe Harmonie verzaubert. Leider fand ich diese hervorragende Qualität im Geschmack nicht ganz wieder, wo mir etwas die Komplexität fehlte und die Eiche zu dominant war. Drum habe ich das Nosen in diesem Fall um einiges ausgedehnt…

Rating: ✰✰✰✰✰✰✰

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6 Kommentare

Verfasst von - Oktober 7, 2013 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

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6 Antworten zu “Glen Grant 21 yo Directors Reserve, OB 1980-er

  1. Jan van den Ende

    Oktober 7, 2013 at 11:41

    Many Times the Nosing is the Best Part! Look forward to your Ardmore notes!
    Cheers!
    Jan

     
    • whiskycuse

      Oktober 7, 2013 at 11:41

      I can say beforehand:a very good malt…

       
  2. B.H.

    Oktober 7, 2013 at 11:41

    Ja, dass bei alten und lang gelagerten (oder beides) Whiskies der Geschmack manchmal nicht (ganz) halten kann, was die Nase verspricht habe ich auch schon öfters gehört, gelesen und einige male erlebt, insbesondere wenn wir hier auf eine relativ niedrige Trinkstärke verdünnt wurde, Fassstärke wäre hier vielleicht besser… Auf die Notes zum Ardmore freue ich mich auch schon, habe ihn bei Markus mal probiert und fand ihn sehr gut und etwas „erwachsener“ als den OB „Traditional Cask“ wobei ich letzteren sehr mag…Er ist in den Aromen halt etwas direkter… bzw. sind die Aromen bei der längeren Lagerung bei dem Wiebers-Fass etwas zurückhaltener oder positiv gesagt „besser eingebunden“, wobei ich das schon fast zu wertend finde. Denn was manche bei „modernen“ Whiskies als aufgesetzt oder so extrem oder zu fordergründig beschreiben, mag ich manchmal sehr gerne und finde die „alten“ oder „länger gelagerten“ dann auf den ersten Riecher manchmal etwas sehr zurückhaltend, auf den zweiten offenbaren die aber manchmal in der Tat mehr…Gruß B.H.

     
    • whiskycuse

      Oktober 8, 2013 at 11:41

      Hi Björn, den Traditional Cask kenne ich noch gar nicht. Wenn Du ihn da hast, kann ich ihn ja vielleicht mal probieren, wenn ich bei Dir bin.

      Gruß Marcus

       
      • B.H.

        Oktober 8, 2013 at 11:41

        gerne

         
  3. B.H.

    Oktober 7, 2013 at 11:41

    PS: oder wie Du in Deinem Glossar zu Recht über Whiskies der Alten Zeit (aus meiner Sicht manchmal aber auch neue Abfüllungen lang gelagerter Whiskies) schreibst: „… Eigenschaften von großer Aromenintegration, Harmonie und weniger vordergründig hervorstechenden Aromen. Sie überzeugen manchmal erst auf den zweiten Riecher, dafür aber dauerhaft.“

     

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