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Glendronach 16 yo Platinum, OB 2013

27 Dez

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Nase: Sehr reif und dunkel erscheint er mir, mit viel Karamell, Tabak, Vanille und herbem Kuchenteig. Darunter erst zeigt sich eine Mischung aus Feigen, Trockenfrüchten und roter spritziger Frucht, mit leicht zitrusartigem Einschlag, die dem Malt viel Vitalität und deutliche Frische verleiht. Zwar zwängt sich mir ein säuerlicher Ton auf, doch wird er schnell von vanilliger Süße abgepuffert und fast ganz neutralisiert. Nach einer Weile wird der Malt nun auch würziger und erzeugt auch einen Hauch Holzkohlearoma, was jedoch in keinem Fall zu stark zu werden droht, sondern sich harmonisch in die Gesamtaromatik einarbeitet.

Glendronach 16 yo Platinum (800x600)

Mund: Recht schlank und mit deutlichem Alkohol tritt der Malt an, zeigt dabei viel Trockenfrucht und Säuerlichkeit und schnell einsetzende Würze. Auch hier erscheint er mir sehr ausgewogen, aber auch ein wenig dünn im Geschmack, und der Alkohol sticht weiterhin hervor. Mit der Zeit entwickelt er eine Mischung aus Karamell, Trockenfrüchten, Holkohle, Zimt und einer zitrusartigen Säure, die den Malt im Gesamten eher trocken bleiben lässt.

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Abgang: Mittellang, trockenfruchtig, alkoholisch und etwas fade.

Fazit: Muß man sich diese Abfüllung nun unbedingt zulegen? Nun ja, als eingefleischter Glendronachfan sicherlich, da schon die Aufmachung der Flasche mit ihren metallenen Labeln (ja, das scheint wirklich gebogenes Metall zu sein) den Kauf einer Flasche zu rechtfertigen scheint. Aber ansonsten? Ein guter Malt ist es, keine Frage, aber meines Erachtens geht die Qualität über dieses Prädikat auch nicht hinaus, da er insbesondere im Geschmack einen zu schwachen und vom Alkohol dominierten Eindruck hinterlässt. Der Duft ist für einen Glendronach sehr ausgewogen, sodaß dieser Aspekt (und natürlich die Aufmachung der Flasche, wie gesagt) der interessanteste an diesem Malt für mich bleibt. Für den Kauf einer weiteren Flasche (wenn man ihn noch bekommt, dann liegt er so zwischen 60 und 70 €), hat es in meinem Fall aber trotzdem nicht gereicht.

Rating: ✰✰✰✰

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2 Kommentare

Verfasst von - Dezember 27, 2013 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

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2 Antworten zu “Glendronach 16 yo Platinum, OB 2013

  1. B.H.

    Dezember 28, 2013 at 11:41

    …klingt ja mäßig begeistert. Na ja, als Glendronach-Fan hab ich ja bei des Whiskykanzlers Einzelfass zugeschlagen und bin damit sehr glücklich… Wie siehst Du den Platinum denn im Vergleich zum 15 „revival“ – meine Leib- und Magenabfüllug von Glendronach? Meine herauszulesen, dass man da günstiger und besser fährt, wenn man denn aufs Metalletikett verzichten kann…
    LG Bjoern

     
    • whiskycuse

      Dezember 28, 2013 at 11:41

      Ich habe die beiden nicht direkt miteinander vergleichen können, aber aus der Erinnerung heraus würde ich sagen, daß der Platinum etwas komplexer und ausgewogener ist, als der Revival. Dafür hat der meines Erachtens deutlich mehr Kraft im Geschmack, welche sich eben nicht durch einen dominanteren Alkohol, sondern durch eine bessere Geschmacksfülle bemerkbar macht.

       

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