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Lagavulin Distillers Edition 1979/1997, OB

26 Jan

Hierbei handelt es sich um die erste Version der Distillers Edition von Lagavulin, in diesem Fall aus der 1 Liter Flasche.

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Nase: Als erstes fällt mir auf, daß ich so gut wie keinen Rauch wahrnehmen kann. Dafür springen Aromen von Kaffee, oder eher Cappuccino mit viel Zucker, Karamell, süßen Kräuterbonbons, spritzigen Zitrusnoten und einer leicht säuerlichen Weinigkeit aus dem Glas. Dann folgen Malz und nach und nach auch etwas Rauch, der an ein erkaltetes Lagerfeuer erinnert, Asche, Rosinen, dunkelrotes Früchtekompott und Trockenpflaumen. Ein maritimer Charakter ist durchaus zu erkennen, in seiner Ausprägung aber deutlich zurückhaltend geraten. Mal abgesehen von der leichten Säuerlichkeit macht der Malt einen sehr harmonischen und in sich ruhenden Eindruck

Lagavulin Dist. Ed. 1979 (800x600)

Mund: Süßer Beginn mit viel Salz, Lakritz, Kräutern, Torf, Erde, nassem Laub und Mineralität. Er breitet sich kraftvoll in meinem Mund aus, und da er sich auch hier sofort sehr harmonisch zeigt, bleibt das Gefühl von Explosivität aus. Dann kommen Geschmäcker von gesüsstem Kaffee und Karamell hervor, und immer wieder kommt diese deutliche Salzigkeit in den Vordergrund zurück. Er bleibt die ganze Zeit über sehr ausgewogen, unterschwellig weinartig fruchtig, und aschige Rauchigkeit bleibt im Mund zurück.

Abgang: Lang, rauchig, salzig und kräuterartig.

Fazit: Schön ausgewogen ist er, kraftvoll und doch elegant, in sich ruhend, und diese Note von ganz frisch gemahlenem Kaffee, hat mich ganz besonders beeindruckt. Er ist dabei irgendwie anders, als die Lagavulins, die ich bisher probiert hatte, da auch die Rauchigkeit deutlich im Hintergrund steht. Was mich im Gesamten dann doch ein klein wenig gestört hat, war diese leicht säuerliche, weinartige Note, die besonders bei den ersten Schlucken und dem ersten Riechen etwas zu sehr im Vordergrund war und aufgesetzt schien. Sie passte irgendwie nicht optimal zu der restlichen Aromatik. Aber das ist natürlich auch nur mein ganz persönlicher Geschmack, und jemand anderes hätte vieleicht gerade das als qualitatives Tüpfelchen auf dem “ I “ wahrgenommen. Wer weiß?! Kostet zwischen 350 und 500 € auf Auktionen.

Rating: ✰✰✰✰✰

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