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Longrow 2000/2008, Gaja Barolo Finish, 55,8 %vol, OB

26 Mai

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Nase: Wie erwartet dominiert zuerst deutlicher Rauch, etwas Bacon zeigt sich, und recht schnell schließt sich tatsächlich eine gewisse Weinigkeit an, welche aber lange nicht so intensiv ausfällt, wie beim Longrow Red „Cabernet Sauvignon“ beispielsweise. Es folgen Aromen von Anis, Zitrus, sauren Äpfeln, Pfeifentabak, etwas Vanille und Karamellcreme, und es scheint mir, als wenn der Malt recht säurelastig ausfällt, und die Düfte auch ein wenig holprig daherkommen. Ich gebe ein paar Tropfen Wasser hinzu und lasse ihn eine halbe Stunde im Glas ruhen, und als ich die Nase wieder hinein halte, haben sich die Aromen plötzlich hervorragend miteinander verbunden, und zu meinem Erstaunen zeigen sich auch noch ein paar florale Noten, die mich an blühenden Flieder erinnern. Sehr schön soweit!

Longrow Gaja Barolo

Mund: Auch hier zeigt sich zuerst der Rauch, dann die Zitrusartigkeit, und der Malt verströmt auf Anhieb viel Kraft, auch wenn er eher schlank und trocken auf mich wirkt. Es folgen Nüsse, Karamell, Tabak, Holzkohle und Asche, und so ähneln sich die Eindrücke aus Nase und Mund. Nur dass er im Geschmack etwas dünn erscheint, der Alkohol dominiert und die Geschmacksfülle nicht so gut ist, wie ich es mir erhofft hatte. Seine Kraft bezieht dieser Malt anscheinend zu einem großen Teil aus dem Alkohol.

Abgang: Lang, aber mit wenig Eigengeschmack, aschig und alkoholisch.

Fazit: Ein wenig aufgewühlt und uneins wirkt dieser Longrow auf mich, auch wenn Zeit und Wasser zu einer besseren Harmonie im Geruch geführt haben. Doch im Geschmack fehlt es dann an Substanz und Süße, eben an dem, was die beiden Longrow Red zum Beispiel haben, und was mir da im Gesamten auch besser gefallen hatte. Zwar ist die Qualität nach wie vor recht hoch, doch vielleicht hätten ein paar Jahre länger im Fass noch zur Steigerung der selben beitragen können.

Rating: ✰✰✰

Summary in english: Well, this Longrow was finished for 1,5 years in a fresh Angelo Gaja Barolo Cask. And this is something that you can smell a bit, because there are a few vinous notes in the aroma. But its not much, not nearly as much as one can smell in the Longrow Red for instance. If you ad a bit of water to your dram and wait half an hour, you get a really nice and quite complex nose with aromas of smoke, bacon, citrus, anise, tobacco and vanilla. Unfortunately the taste is a bit disharmonious, with little flavours and too much alkohol. A little bit unbalanced. Not a bad malt, but the „Reds“ and even the „peated“ are more to my liking.

 

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