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Littlemill 1985/ 2013, Wiebers Scottish Castles, Final Edition, Cask 0101, 49 %vol

08 Aug

jlvlv

Nase: Typisch Littlemill! Sehr fruchtig, Ananas, Zitrus, Kokos, Vanille und Minze sind zu einer Einheit verschmolzen, machen einen süßen, cremigen und aromatischen Eindruck. Der Alkohol ist sehr gut integriert, allerdings könnte er noch etwas mehr aus sich heraus kommen. Also etwas Zeit geben. Nach einer Weile wird er duftiger, Eindrücke von Fliederhonig und Veilchen, sowie ein wenig Karamellcreme kommen dann ans Tageslicht. Alles ist frisch und frühlingshaft.

Littlemill 85-13 Wiebers Castle final ed.

Mund: Auch hier ist er sofort als Littlemill zu erkennen (auch wenn der grasig/gemüsige Teil des Destilleriecharakters zu fehlen scheint), erinnert mich sogar ein wenig an die erste Version des 21 yo in der Originalabfüllung. Allerdings ist die Frucht hier noch etwas zitrusartiger, weniger tropisch und auch weniger komplex. Er ist recht trocken, ziemlich elegant, mit etwas dominantem Alkohol und leichter Schwäche in der Geschmacksfülle. Mit der Zeit wird er erstaunlich herb, mit intensiven Kräuternoten und sogar etwas Adstringenz, die Fruchttöne durchziehen das Ganze aber anhaltend und sind permanent unterschwellig präsent.

Abgang: Recht lang, restfruchtig, aber etwas scharf und alkohollastig.

Fazit: Wenn ich den Eindruck dieses Littlemill mit dem der 21 yo Originalabfüllung von 2013 vergleiche, dann sind schon einige Parallelen zu erkennen. Man muss aber feststellen, dass hierbei von allem etwas weniger vorhanden ist, als bei der OA. Das betrifft sowohl den Destilleriecharakter, als auch den Einfluss des Fasses, was wieder einmal die große Qualität dieser OA betont. Kann oder will man diesen Direktvergleich nicht durchführen, dann wird man von diesem heute verkosteten Littlemill aber durchaus angetan sein, denn besonders die frische Fruchtigkeit bezaubert sofort. Perfekt wäre es gewesen, wenn diese Eindrücke noch den Weg in den Geschmack gefunden hätten, was durch leicht dominanten Alkohol und die deutlich herben Töne nicht ganz gelungen ist. Vielen Dank für das Sample, Sebastian.

Rating: ✰✰✰✰✰✰✰

Summary in english: It starts fruity, with pineapple, citrus, coconut, vanilla, mint and a sweet and creamy character. The alcohol is well integrated, and aromas of lilac, honey, caramel and violets come up after a while. The taste is rather dry, elegant, with intens citrus fruit, a slightly dominant alcohol and a herbal and adstringent mouthfeel. So this really is a nice Littlemill, with the typical fruitiness, but lacking a part of its distillery character which includes grassy and vegetably tones. Its a bit lighter and less complex as the 21 yo OB, which was bottled in 2013, but all in all a quite good dram.

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