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Westport 1997/2012, Cask 3330, Austrian Whisky Connoisseurs, 58,1 %vol, 253 bottles

25 Jan

Die Brennerei darf aus Lizenzgründen nicht auf der Flasche genannt werden. Westport hat sich allerdings als Name für Single Casks von Glenmorangie etabliert, abgefüllt von unabhängigen Abfüllern. Einen Single Malt Whisky darf er sich auch nicht nennen, denn zumeist handelt sich um ein Fass Glenmorangie, welchem ein paar Tropfen Glen Moray beigemischt worden sind. Somit handelt es sich streng genommen um einen „Blended Malt“, gerne auch „Teaspoon Malt“ genannt. Da Glenmorangie nicht genannt werden darf, setzte sich bei den Abfüllern schnell der Name Westport durch, unter welchem Glenmorangie früher Fässer fürs Blending verkaufte. (Textzitat von Notes of malt, und vielen Dank auch für das Sample, Benni)

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Nase (pur): Es zeigt sich eine typische Bourbon Nase, spritzige Zitrusfrucht, Birnen, saure Äpfel, Limetten, unreife Bananen, aber auch Kokos, Vanille, jedoch mit deutlicher Mineralität und Würze im Hintergrund. Der Alkohol schnürt die Aromenentfaltung etwas ab, sodass ich einen halben Teelöffel Wasser hinzugebe.

Nase (mit etwas Wasser): Der Alkohol ist nun nicht mehr so präsent, der Malt wird softer, mit noch mehr Zitrusfrucht, intensiver Süße, er wirkt aber auch ein wenig vergoren und leichter, als hätte ihn das Wasser leicht auseinander fallen lassen.

Westport 15 yo7

Mund (mit Wasser): Hier habe ich jetzt aber nicht den Eindruck, als wenn der Malt durch das Wasser zu sehr verdünnt wurde, denn er ist süß, fruchtig, zwar eher schlank, aber kraftvoll, mit einer schönen Eleganz. Er ist deutlich zitrusartig, hat aber auch Honig, Melone, leichte Vanille, Cerealien, und erstaunlicherweise sticht der Alkohol trotz der Verdünnung etwas, und der Eigengeschmack ist dafür reduziert. Die ganze Zeit liegt ein leicht künstlich parfümierter Eindruck über dem Geschmacksprofil.

Abgang: Lang, aber alkoholisch, mineralisch und restfruchtig.

Fazit: Ein wenig mit Wasser sollte man experimentieren, um den Alkohol auf ein optimales Level zu bringen. Dann zeigt sich ein guter, typischer Vertreter der ex-Bourbon Whiskys, bei dem sich die ganze Zeit über auch eine schöne Eleganz gezeigt hat. Im Gesamten hat es mir dann aber doch an der Menge von Individualität und Abwechslung gefehlt, die mich dazu bewogen hätte, nach einer weiteren Flasche Ausschau zu halten. So wird es wohl auch dauerhaft bei diesem Sample bleiben.

Rating: ✰✰✰

Summary in english: The malt shows a typical ex bourbon nose, with juicy citrus fruits, pear, sour apples, limes, unripe bananas, coconut, vanilla and a bit of mineral and spicy notes in the background. Adding half a teaspoon of water to my dram makes it a bit softer, sweeter and fruitier, but also quite fragile and watered down. This doesn´t seem to be a problem on the palate, because it appears quite powerful, sweetish, fruity, again with citrus, vanilla, honey, melon, cereals, but also slender, and elegant. The alcohol seems to dominate a bit despite the dilution, and an artificial kind of perfumed flavour disturbs the harmonie. So this whisky is of quite good quality but lacks a bit of individuality and character.

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