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Littlemill 1991/2013, Douglas Laing OMC, 50 %vol, Cask 9443, 262 Bottles

01 Mrz

20150126_124119

Nase: Typisch Littlemill und sofort als solcher zu erkennen. Es zeigt sich eine deutlich gemüsige Aromatik, mit gekochtem Porree und Kohlrabi, und dazu gesellt sich schnell eine schöne Fruchtmischung von saftigen Orangen, süßen Birnen, Mangos, Kaki, Grapefruit und Cassis. Diese Eindrücke sind sehr ausgewogen und harmonieren perfekt miteinander, und im Hintergrund halten sich zarte Vanille, süßer Puderzucker, Fliederhonig und florale Töne.

Littlemill 1991 DC OMC

Mund: Auch hier zeigt sich diese gelungene Mischung aus gekochtem Gemüse und tropischer Frucht, doch es setzt nun auch schnell herbe Kräutertönigkeit ein, und intensive Eiche verrät das Alter dieses Whiskys. Leichte Puderzuckersüße puffert etwas, verschwindet aber recht schnell hinter dem Frucht/Eichenkomplex und entwickelt sich in Richtung Grasigkeit, floraler und pflanzenartiger Noten. Ein wenig Honigsüße bleibt aber erhalten, der Alkohol ist dabei gut integriert.

Abgang: Mittellang, herb, pflanzenartig und dezent restfruchtig.

Fazit: Dieser Littlemill zeigt im Aroma ein perfektes Verhältnis von Destilleriecharakter und Fasseinfluss, was ihn wunderbar wandelbar und ausgewogen erscheinen lässt. Im Geschmack schlägt es dann etwas zu sehr in Richtung Eichentönigkeit, und der schöne fruchtige Eindruck verblasst etwas zu sehr, der Geschmack dünnt leider zu schnell aus. Der Preis von um die 170 € ist rein qualitativ betrachtet sicher nicht gerechtfertigt, allerdings wird es schwierig heutzutage günstigere Whiskys dieser Destille zu erstehen. Bessere gibt es aber (Preis unabhängig betrachtet) in jedem Fall.

Rating: ✰✰✰✰

Summary in english: This is real Littlemill, cooked vegetables, like leeks and kohlrabi, but also nicy fruity aromas, oranges, mangos, khaki, grapefruit and cassis. The nose appears beautifully balanced and harmonious, and sweet vanilla, icing sugar, honey and floral notes come up a bit later on. What a lovely nose! The same kind of fruitiness shows on the palate, too, but now intense herbal and oaky notes do appear immediately, and only a little bit of icing sugar and honey deliver a wee bit of sweetness. Grassy, floral and plant-like tones are starting to dominate the flavour after a while and lead to a middle-long and tart kind of finish. Its beautiful balance (especially in the nose) seems to be the best part of this whisky and its lack of sweetness on the palate the worst. So, paying around 170 for one bottle of this single malt seems to be a little bit too much for me, considering its quality, although it would be very difficult to find even cheaper Littlemill bottlings…

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