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Ben Nevis 1990/2012, Silver Seal, Cask 536, 60,4 %vol

12 Apr

Da der Duft bei voller Stärke extrem vom Alkohol dominiert war, habe ich sofort einen Teelöffel Wasser hinzu gegeben.

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Nase: Es liegt eindeutig ein etwas befremdlicher Gummiton oben auf, und er ist meines Erachtens auch sofort als Ben Nevis zu erkennen. Darunter zeigen sich würzige Kräuternoten, geröstete Mandeln, ein recht eleganter Sherry und viel Vanille und Karamellsüße. Schnell kommen Rosinen, Trockenaprikosen, süße Himbeeren, erdige und leider auch leicht schweflige Noten nach oben.

Ben NEvis 22 yo Silver Seal

Mund: Ziemlich streng, trocken, mit etwas Schwefel, scharf (trotz der Verdünnung mit Wasser), mit einem schlanken, fast schon dünnen Mundgefühl. Er ist dabei deutlich kräutertönig, erdig, mit trockenem Sherry, Nüssen, Bitterorange und zunehmender Eichentönigkeit mit der Zeit. Der Malt wirkt dabei die ganze Zeit ein wenig eindimensional und langweilig.

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Abgang: Lang, trocken, nussig und herb.

Fazit: Als bekennender Ben Nevis Fan muss ich gestehen, dass ich ein wenig enttäuscht bin, da ich mir, auch aufgrund des hohen Alkoholgehaltes, einen etwas kräftigeren und vollmundigeren Malt erhofft hatte. Sicher, die Qualität ist ganz gut, aber wer Ben Nevis in optimaler Qualität kennen gelernt hat, wo sich intensive Kräutertönigkeit, Süße und süffiger Sherry miteinander verbinden, der wird verstehen, was ich meine. So ist dieser Malt für mich einer mit guten Anlagen aber zu wenig Geschmack und fehlender Ausgewogenheit.

Rating: ✰✰✰✰✰

Summary in english: I added a teaspoon of water to my dram to let it open up a bit. Then a rubbery note appears at first, followed by herbal spiciness, roasted almonds, quite elegant sherry, vanilla and caramel sweetness. Raisins, dried apricots, sweet raspberries, earthy and (unfortunately) sulphury tones come up after a while. The taste starts dry, sharp, with a bit of sulphur again, with a slender, almost watery body, shows notes of herbs, dry sherry, nuts, bitter oranges, and an increasing amount of oakiness. It all seems to be a bit one-dimensional and boring to me, and the finish is long, but very dry and harsh. So, having already enjoyed Ben Nevis at its best, this version is just an average one, that lacks flavour and balance.

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