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Ardbeg Perpetuum, 47,4 %vol, OB 2015

14 Aug

perp

Nase: Zuerst zeigt sich eine Mischung aus Getreide und grasigen Noten, und der Malt erscheint ziemlich roh und nackt. Mit der Zeit rückt ein deutlich maritimer und torfrauchiger Charakter in den Fokus meiner Betrachtung, sowie spritzige Zitrusfrucht, dezente Eichenwürze und ein leicht vergorener Ton. Er wirkt sehr süß, nach und nach mit frischen Wiesenkräutern und Lagerfeuer im Hintergrund.

Ardbeg Perpetuum

Mund: Süß, recht kraftvoll, mit reifer Zitrusfrucht, kurz aufkommenden Rauchschwaden, Malz, etwas Vanille, feuchter Erde und intensiver Maritimität. Die Süße hält sich lang, auch wenn mit der Zeit deutliche Bitternoten aufkommen und einen angenehmen Gegenpart zu der Süffigkeit des Malts bieten.

Abgang: Recht lang, aschig, aber etwas geschmacksarm und fade.

Fazit: Meiner Meinung nach zeigt diese Abfüllung ganz gut, welch qualitativ hochwertiges Destillat Ardbeg so produziert, und das wird wohl auch der Grund dafür sein, dass aus diesem Jubiläumsprojekt doch noch ein recht guter Whisky geworden ist. Denn Fasseinfluss scheint er nur äußerst dezent erfahren zu haben, was dafür sorgt, dass der Destilleriecharakter optimal zur Geltung kommt. Für eine Abfüllung zu einem solch bedeutendem Anlass, ist dies für mich aber deutlich zu wenig, und mit etwas mehr aktivem Fass, hätte da sicherlich etwas richtig Großes draus werden können.

Rating: ✰✰✰

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2 Kommentare

Verfasst von - August 14, 2015 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

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2 Antworten zu “Ardbeg Perpetuum, 47,4 %vol, OB 2015

  1. B.H.

    August 18, 2015 at 11:41

    Hallo Marcus,

    für solch eine Sonder-Sonder-Spezial-Abfüllung mit großem TammTamm klingt das in der Tat etwas enttäuschend. Die nächste Verkostung in knapp einem Monat? Urlaub? größere Reise?

    Ach ja, sieht man sich vielleicht Samstags auf dem Whiskyherbst? Würde mich freuen.

    LG
    Björn

     
    • whiskycuse

      August 22, 2015 at 11:41

      Nein, kein Urlaub. Mir war es einfach zu warm in der letzten Zeit, um Whisky zu verkosten. Da dachte ich, eine kleine Pause ist nicht verkehrt.Ich werde wieder in Köpenick zum Arbeiten hinter dem Stand sein. Also leider nicht in Tempelhof. Bis bald…

       

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