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Lagavulin 16 yo, 0,2 Liter Flasche, OB 2016

04 Okt

Ich hatte schon seit geraumer Zeit keinen Lagavulin 16 mehr getrunken, und so wurde es mal wieder Zeit die Qualität der aktuellen Abfüllung zu überprüfen.

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Nase: Deutlich rauchig, mit Jod, Seetang, nassem Boden und etwas Stroh. Deutliche Noten von hellen Früchten fallen mir auf, Orangen, Birnen, aber auch Grapefruit und recht viel Vanille. Das Ganze erscheint mir angenehm aromatisch, wenn auch irgendwie einfach gestrickt und nicht so komplex, wie ich diesen Laga in Erinnerung hatte. Deutlich mineralischer Unterton.

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Mund: Mittelsüß, rauchig und maritim, und auch wieder mit hellen Früchten und Vanille. Nun auch salzig, moosig, mit viel Asche und zunehmender Trockenheit. Glimmende Feuer, Holzkohle, Moos und Asche!

Abgang: Mittellang, wärmend, malzig und etwas fade.

Fazit: Ja, er ist immer noch ein leckerer Islay Whisky, auch wenn er bei weitem nicht das zeigt, was Lagavulin kann und auch der 16 yo früher konnte. Und da muss man gar nicht mal so lange in die Vergangenheit reisen, da mir bereits die Version von 2011 deutlich besser gefallen hat. Besonders seine Kraft im Geschmack hat er zugunsten von modernen Vanille- und Fruchtnoten immer mehr eingebüßt.

Rating: ✰✰✰

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3 Kommentare

Verfasst von - Oktober 4, 2016 in Whiskyverkostungen fortlaufend

 

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3 Antworten zu “Lagavulin 16 yo, 0,2 Liter Flasche, OB 2016

  1. B.H.

    Oktober 5, 2016 at 11:41

    Mmmhh Dein relativ schlechter Eindruck wundert mich. Allerdings kenne ich diese Abfüllung auch nicht. Meine Version müsste von 2015 oder sogar 2014 sein und ist in der normalen 0,7 l Flasche. Damit bin ich sehr zufrieden – super wie immer. Serge Valentin probiert diesen Standard ja auch regelmäßig über die Jahre und meist bekommt er seine 90 Punkte und Serge ist begeistert. Er meint sogar, dass der Lagavulin 16 ein herausragendes Beispiel für eine Standardabfüllung ist, bei der man eben nicht den guten alten Zeiten nachtrauern muss, sondern die eben die sehr hohe Qualität hält. Sicher änderten sich die Abfüllungen immer mal etwas über die Jahre aber sie seien immer von herausragender Qualität und man werde nie enttäuscht.
    Von daher wirklich schade; Dein Eindruck klingt ja eher verhalten bis negativ.
    LG Björn

     
    • whiskycuse

      Oktober 6, 2016 at 11:41

      Naja, wie schon gesagt: Gut ist er ja immer noch, aber eben nicht mehr, meiner Meinung nach natürlich. Er st für mich etwas belanglos geworden, und bietet mir weniger Charakter und Individualität als beispielsweise der 8 Jahre alte oder die 12 Jahre alten Versionen. Sollten wir uns mal wieder treffen, dann können wir die Versionen mal gegeneinander probieren. Vielleicht ist da ja doch noch ein Unterschied zwischen den Flaschengrößen.

       
  2. B.H.

    Oktober 6, 2016 at 11:41

    Ja der 8 Jahre alte ist schon super – und zeigt dass die bei Lagavulin es nicht verlernt haben 😉
    Ich muss Dich mal an neuer (bzw. ja schon nicht mehr neuer) Wirkungsstätte besuchen, ist ja peinlich, dass ich das noch nicht geschafft habe. Leider trifft man sich ja auch nicht auf dem Whiskyherbst, weil Köpenick ja nachwievor am selben Datum ist – das könnte man auch mal lösen… aber egal, nicht mein Bier. Nur wohne ich so nahe an der Malzfabrik…
    LG

     

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