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Dunville´s VR 10 yo, Old Irish Whiskey, 46 %vol, Echlinville Distillery 2016

13 Apr

Shane Braniff, der in Nordirland im Jahr 2013 die Echlinville Brennerei eröffnete, sicherte sich auch die Rechte an der Marke Dunville´s, die als pure Potstill Whisky bis 1936 in der Royal Irish Distillery in Belfast produziert wurde. Das Label der Flasche entspricht dabei ziemlich exakt dem Design der Abfüllung aus den 1930-er Jahren, abegesehen davon, dass das Wort Whisky damals tatsächlich ohne „e“ geschrieben wurde und natürlich der Zusatz „PX“ gefehlt hat. Ein weiterer Tropfen, der damals dort produziert wurde und den es ebenfalls in einer Art Replica Version heute zu kaufen gibt ist der Dunville’s Three Crowns Irish Whiskey. Der hier verkostete Whiskey stammt natürlich aus einer anderen Irischen Brennerei, da er mit einem Alter von 10 Jahren nicht in der Echlinville Brennerei hat produziert werden können. Allerdings lagerte er in deren Lagerhäusern für ca. ein weiteres Jahr in PX Fässern, in denen er sein entsprechendes Finish erlangte.

Nase: Ja, der PX Sherry ist deutlich wahrnehmbar, süß ist er, etwas pappig, muffig, dann mit Datteln, Rosinen, Fudge und etwas Marzipan. Erst nach einer ganzen Weile weicht dieses Aroma und gibt die fruchtigen Noten des Whiskeys frei, erinnert dann an Aprikosen, Äpfel und Limetten.

Mund: Auch hier dominiert zuerst der Sherry, zeigt wieder Rosinen, Datteln, Marzipan und Karamell, schnell setzt sich aber eine angenehm frische Zitrusnote durch und verleiht dem Whiskey Vitalität. Ziemlich süß ist er im Gesamten, bald auch mit viel Vanille, Honig und mit der Zeit mit einem leicht herben Einschlag.

Abgang: Recht lang und im Prinzip mit einem Nachhall von allem vorher geschmecktem.

Fazit: Interessant wäre es sicher gewesen, den Whiskey ohne das Finish zu probieren…vielleicht hätte es ihn zu einem von vielen irischen Whiskeys gemacht, so setzt er sich aber deutlich von allem anderen ab, was es in diesem Sektor so zu kaufen gibt (oder zumindest von dem, was ich bisher probiert habe). Und dennoch wurde die Eleganz dieses Tropfens ein wenig vom Sherry abgewürgt, gewissermaßen aus der Balance gebracht, was vielleicht mit Oloroso Fässern nicht passiert wäre. Wird man wohl nicht erfahren, trotzdem bin ich gespannt, was es aus der Echlinville Brennerei in Zukunft so geben wird!

Rating: ✰✰✰

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