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Wie ich zum Whisky kam…

Ich muß gestehen, ich weiß nicht mehr wie ich in den Besitz einer Ausgabe von Dave Brooms „Das Whisk(e)y-Handbuch“ kam…aber beim Durchstöbern blieb ich immer wieder auf der Seite hängen, wo die Destillerie Cragganmore besprochen wurde und der 12 yo mehr als gut bewertet wurde. Ehrlich gesagt gefiel mir das Etikett der Flasche von Anfang an so gut, dass ich mir einfach kurzentschlossen eine davon kaufte. Das war 1999 und die ersten Schlucke mußte ich mir schon ziemlich runterquälen, da ich am Anfang mit der Herbheit und Trockenheit dieses Malts nicht wirklich zurecht kam. Da mir aber wie gesagt das Etikett so gut gefiel, blieb ich dabei und lernte mit der Zeit diesen wirklich einzigartigen Malt zu schätzen.

Abfüllung ca. 1985

Ich glaube im Jahr 2001 war ich dann auf einer Whiskymesse, wo ich viele Malts probieren und so einen Einblick in die verschiedensten Stilrichtungen bekommen konnte. Fruchtige, rauchige, nach geräuchertem Schinken riechende, süße, alles war dabei und machte mich neugierig auf mehr.

Eine weitere Destillerie in Brooms Buch, die mir ins Auge fiel war Laphroaig. Mich reizten solche Aussagen wie: „man liebt ihn, oder man hasst ihn“ oder „schmeckt nach Desinfektionsmittel“ einfach zu sehr, als daß ich sie einfach übergehen konnte. Ich probierte die 10 yo OA, und nachdem ich diese Probe unverletzt überstanden und mir der Malt dabei sogar noch ziemlich gut gemundet hatte (ich hab den Duft von nassem Keller, Seeluft und U-Bahntunnel schon immer gemocht), sah ich mich weiter um und entdeckte recht schnell die Abfüllungen junger Laphroaigs von Signatory, bei denen ich dann ziemlich lange blieb. Hinzu kamen natürlich noch diverse Originalabfüllungen, und mein Whiskyleben konzentrierte sich ausschließlich auf diese Destille.

Dann, nachdem ich mich reichlich mit Laphi-Flaschen eingedeckt hatte, legte ich eine Whiskypause ein und widmete mich anderen Themen, auf die ich hier vielleicht später einmal Bezug nehmen werde. Aber eins kann ich sagen: Die Vorstellung, daß mich Whisky außerhalb von Rauch, Torf und See begeistern könnte, hielt ich zum damaligen Zeitpunkt für ziemlich unrealistisch.

Doch dann kam alles ganz anders. Ich begegnete meinem Maltmentor (wie ich ihn heute gerne nenne), der damals noch Angestellter in einem Whiskygeschäft war. Ich war begeistert von seinem umfassenden Wissen und der Bereitschaft dieses auch weiterzugeben, aber auch von seiner Großzügigkeit und Freundlichkeit, die bei ihm wrklich deutlich ausgeprägt war (und auch heute noch ist). Durch ihn hatte ich die Möglichkeit die Geschmacksprofile vieler anderer Destillerien zu erfahren, er stellte mir viele Origialabfüllungen aus vergangener Zeit vor und weckte so meine Begeisterung für diese alten Malts, die in meinen Beschreibungen auch immer wieder Erwähnung finden werden.

Mittlerweile hat er sich selbständig gemacht, wir treffen uns regelmäßig, und ich bin nach wie vor beeindruckt, wieviel ich noch von ihm lernen kann.

Besonders sherrygereifte Malts haben es mir in jüngster Zeit angetan, und ich bin begeistert, wie unterschiedlich die Ausprägungen letztendlich im Glas sein können.

Bis heute hat sich mein Whiskyhorizont deutlich erweitert, und doch wird mir immer wieder bewußt, daß ich mich noch am Anfang einer Entdeckungreise befinde, die viele andere schon um einiges weiter gereist sind.

Ich wünsche mir für die Zukunft, daß ich meinen Horizont maximal erweitern und noch viele köstliche Whiskys probieren kann. Dabei ist mir der Austausch mit Gleichgesinnten besonders wichtig, weshalb ich mir auch umfangreiche Kommentare zu meinen Beiträgen wünsche.

Es grüßt ganz herzlich

Whiskycuse

 

3 Antworten zu “Wie ich zum Whisky kam…

  1. Jan van den Ende

    Oktober 6, 2012 at 11:41

    Hallo Marcus

    Du hast eine fabelhafte Seite! Sehr gut gemacht! Ich werde ein Link auf meine Seite aufnehmen. Ich hoffe das geht in Ordnung. Ich komm hier mit Sicherheit noch oefters zurueck!
    Cheers!
    Jan

     
    • whiskycuse

      Oktober 6, 2012 at 11:41

      Ja klar, das freut mich sehr! Wenns recht ist, dann werd ich gleiches tun! Freue mich auf reges Kommentartauschen. Bei Dir werde ich versuchen, mein Englisch weiter zu trainieren.

       
  2. Jan van den Ende

    Oktober 23, 2012 at 11:41

    Hallo Marcus,

    Ich hatte eine Frage! Wo her bekommst du dein whisky? Sind das meist Probe Austausche?
    Vielleicht kannst du mir ein e-mail schicken mit Einzelkeiten (janende@uol.com.br).
    Gruss
    Jan

     

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